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Runder Tisch: Ordnungspartnerschaft für Diskoparty beim Kreisschützenfest in Asseln
Dienstag, 31. Juli 2007


Kreis Paderborn (krpb). In Asseln laufen die Vorbereitungen zum 50. Kreisschützenfest vom 31. August bis zum 3. September auf Hochtouren. Fast schon zur Tradition zählt für Jugendliche die beliebte Diskoparty. Damit auch wirklich alles rund läuft, setzten sich jetzt auf Initiative von Landrat Manfred Müller Vertreter des Kreisjugendamtes, der Paderborner Kreispolizeibehörde, des Ordnungsamtes der Stadt Lichtenau, des Schützenvereins Asseln, die Festwirte und sogar der Kreisschützenkönig an einen Tisch, um gemeinsam zu überlegen, wie dem Jugendschutz Rechnung getragen werden kann und was beim Ablauf der Fete zu beachten ist.

„Es geht nicht darum, irgend jemanden den Spaß zu verderben. Aber volltrunkene Jugendliche kann niemand wollen. Auch in Asseln müssen wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und Jugendliche konsequent schützen“, so Müller zum Ziel der Ordnungspartnerschaft.

Doch auch die Eltern sind in der Pflicht. „Bis zur Volljährigkeit tragen sie die Verantwortung für ihren Nachwuchs“, ergänzt Kreisjugendamtsleiter Hermann Hutsch. Der Gesetzgeber hat ganz klar geregelt, wie lange Jugendliche ab 16 Jahren auf öffentlichen Veranstaltungen feiern dürfen. Jugendliche, die ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten unterwegs sind, dürfen bis Mitternacht dabei sein. Unter 16-Jährige müssen sich noch gedulden: Sie sind erst einmal bei Abendveranstaltungen außen vor. Wo gefeiert wird, fließt auch das ein oder andere Tröpfchen. Für 16- und 17-Jährige Discobesucher erlaubt das Gesetz Bier und Wein in Maßen. Branntweinhaltige Alkoholika wie Schnäpse, Liköre, Rum und auch Alkopops sind generell tabu für Minderjährige.

In Asseln verständigte man sich jetzt auf umfangreiche Kontrollen: Kontrolliert wird im gesamten Bereich des Festplatzes und auf dem Zeltgelände. Ins Diskozelt darf nur, wer mindestens 16 Jahre alt ist und das auch nachweisen kann. Mitgebracht werden sollte deshalb ein gültiger Personalausweis. Ein Schülerausweis oder Führerschein reichen nicht. „Wir wollen ein fröhliches Fest, das allen in guter Erinnerung bleibt. Deshalb passen wir auf“, erklären die Verantwortlichen abschließend.


Wollen ein rundum gelungenes Fest:
Ordnungspartnerschaft für Jugendschutz beim Kreisschützenfest in Asseln

Von links nach rechts:
Jörg Waltemate, Ortsvorsteher Asseln
Moritz von Twickel, Westheimer Brauerei
Friedhelm Weber, Ordnungsamt Lichtenau
Stefanie Gockel, Ordnungsamt Lichtenau
Josef Hillebrand, Ordnungsamt Lichtenau
Ina Jäger, Kreisjugendamt Paderborn
Hermann Hutsch, Fachbereichsleiter Jugend, Familie und Sport
Bernhard Rüsing, Kreisschützenkönig
Günter Lütkemeier (Festwirt)
Elmar Jöring (Festwirt)
Wolfgang Sagemüller, Kreispolizeibehörde
Randolf Latusek, Kreispolizeibehörde
Peter Gall, Kreispolizeibehörde
Norbert Münster, Kreispolizeibehörde

Diskoparty zum Festauftakt

Gleich zu Beginn des 50. Kreisschützenfestes lassen es die Asselner am 31. August so richtig krachen. Im großen Festzelt tobt am Freitagabend eine Diskoparty über die Schaubühne, die es in sich hat.

Unter dem Motto des 50. Kreisschützenfestes „Mit Euch bei uns“ stimmen die Veranstaltungsexperten von „SoundFashion“ mit 20.000 Watt Musikleistung auf die viertägige Großveranstaltung ein, zu der insgesamt rund 30.000 Gäste in Asseln erwartet werden. Besondere Aufmerksamkeit legen die Verantwortlichen dabei auf den Jugendschutz. Kürzlich trafen sich Vertreter des Heimatschutzvereins Asseln, der Brauerei Westheim und die Festwirte mit Ordnungsamt, Polizei und dem Kreis-Jugendamt Paderborn, um gemeinsam die erforderlichen Maßnahmen zu planen.

Schon seit geraumer Zeit engagiert sich die Brauerei Westheim zusammen mit dem Deutschen Brauer-Bund für einen bewussten Umgang mit alkoholischen Getränken. „Bier ist ein Genussmittel“, erklärt Moritz von Twickel und verweist auf die negativen Schlagzeilen, für die sogenannte „Flat-Rate“-Partys in der Vergangenheit gesorgt haben: „Derartige Gelage sind nicht im Sinne unserer Brauerei. Wir versuchen deshalb im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu fördern.“ Der Juniorchef der Brauerei Westheim begrüßt daher die Einhaltung der strengen Jugendschutzbestimmungen im Rahmen der Asselner Diskoparty.

Personalausweise mitbringen

Mindestens 16 Jahre muss man alt sein, um in das Festzelt eingelassen zu werden. Jörg Waltemate, Ortsvorsteher und Vorstandsmitglied des veranstaltenden Heimatschutzvereins Asseln, weist darauf hin, dass alle Besucher auf jedem Fall ihren Personalausweis mitbringen müssen. Ohne den entsprechenden Altersnachweis ist kein Zutritt in das Diskozelt möglich. Wer noch keine 18 Jahre alt ist, muss die Veranstaltung spätestens um Mitternacht wieder verlassen haben. Ständige Kontrollen während der Diskoparty stellen zudem sicher, dass die Jugendschutzbestimmungen konsequent eingehalten werden. Keine Sorge macht sich Schützenkönig Bernhard Rüsing darüber, dass die Partylaune unter den Kontrollen leiden könnte – im Gegenteil: „Unsere Aufmerksamkeit ist eine wichtige Voraussetzung für ungetrübte Partystimmung. Wir wollen, dass unsere Gäste einfach nur unbeschwert und ausgelassen feiern.“

Ein Großaufgebot an Bussen sorgt dafür, dass niemand auf sein eigenes Fahrzeug angewiesen ist, um an der ausgelassenen Fete teilzunehmen. Regelmäßig pendeln Shuttlebusse zwischen dem Festgelände und den umliegenden Ortschaften und ermöglichen damit eine sorglose An- und Abreise der Partybesucher. Die Fahrpläne und weitere Informationen zum Festprogramm sind unter www.ksf-asseln.de zu finden.